Tübingen im Wandel

Transition-Stadt Initiative

1. April 2021
von Klaus
Keine Kommentare

zur aktuellen Lage … in Reflexion zu einem Blogbeitrag von tamara.org mit dem Titel „CORONA-KRISE: ZEIT DER ENTSCHEIDUNG“

vom 27. Januar 2021 … kommentiert von Klaus Gräff

1 … dennoch gibt es in dem ganzen Geschehen Vorgänge, zu denen ein aufgeklärter, kritischer Geist und ein human denkendes, fühlendes Herz auf Dauer nicht schweigen kann. Der folgende Text entstand aus einem kollektiven Prozess von Verständigung und Auseinandersetzung und repräsentiert eine Sicht, die die Tamera-Gemeinschaft teilt.“ „Der neue Coronavirus hält die Welt seit einem Jahr in Atem. Die Covid-19-Erkrankung verläuft in den meisten Fällen offensichtlich mild, doch leider nicht bei allen. Hinter den Zahlen steht wie immer auch der Schmerz von Menschen, die qualvoll und besonders zur Zeit oft einsam sterben, ebenso der Schmerz von Angehörigen und FreundInnen, das Leiden von PatientInnen an Beatmungsmaschinen, die Überlastung von ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen (die besonders jetzt unter sehr erschwerten Bedingungen arbeiten müssen). Ein Zustand, der nicht zuletzt durch zunehmende Einsparungen im öffentlichen Gesundheitssystem über Jahrzehnte mit hervorgerufen wurde und auch früher schon zu massiven, aber viel weniger beachteten Engpässen geführt hat.“

Kommentar: In Deutschland kommt hinzu, dass im letzten Jahr 6000 Intensivbetten abgebaut wurden [1], 9000 Krankenpfleger* haben ihren Job verlassen und das in einer Zeit, wo eigentlich mehr von beiden gebraucht werden könnte, das wirft Fragen auf ….

2 „In solchen Situationen sind in vielen Ländern Menschen aus ohnehin schon marginalisierten Gruppen besonders stark betroffen: Indigene, Schwarze, Menschen of Color, deren Immunsystem und Gesundheit schon aufgrund weniger privilegierter Lebensbedingungen geschwächt ist, erkranken z.B. in USA und Brasilien häufiger und schwerer als“ Europäer „und haben dabei oft schlechteren Zugang zu medizinischer Hilfe. Auch Flüchtende und MigrantInnen weltweit leiden besonders unter Erkrankungen und den Folgen der drastischen Maßnahmen.“

3 „Gleichzeitig beobachten wir ein millionenfaches menschliches Leid, welches nicht durch das Virus, sondern gerade durch die Maßnahmen zu seiner Eindämmung hervorgerufen wird: Alte, Pflegebedürftige und Kranke, die an vielen Orten vereinsamen, verzweifeln und oft genug alleine sterben müssen; die Traumatisierung einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen, der die Angst vor anderen Menschen und die Schuldgefühle, selber eine Gefahr für andere und geliebte Menschen zu sein, fürs Leben eingeimpft wird; eine Zunahme an seelischer Not, psychischen Erkrankungen und an häuslicher Gewalt, eine steigende Selbstmordrate; die medizinische Unterversorgung von Millionen von Menschen, weil Krankenhäuser, Arztpraxen, Untersuchungsinstitute durch verhängte Corona-Maßnahmen nicht wie bisher arbeiten können.“

Kommentar: Es ist nicht hinnehmbar, dass nun auch unsere Kinder in Deutschland in den unteren Klassen, ja sogar in Kindergärten zu Experimentierzwecken ausgedachter dubioser Szenarien möglicher Anti-Infektionsstrategien herhalten müssen. Die Kollateralschäden sind vorprogrammiert. Da ist die rote Linie weit überschritten, da darf ja muss an die Verantwortung jedes Einzelnen, der Familien appelliert werden – die sich, wenn nicht schon passiert nun endlich in Gang bringen müssen. Da sind Gegenmaßnahmen nötig, der Schutz des Kindes in seiner Gänze ist nur individuell und mit den Nächsten im freien Zusammenspiel mit unterstützenden Strukturen möglich …

4. „Hinzu kommen die unübersehbaren sozio-ökonomischen Folgen der vorherrschenden Corona-Politik. Wir sehen eine seit den 1920ern beispiellose Wirtschaftskrise und Umverteilung von Vermögen: Unzählige kleine und mittelständische Unternehmen werden in oder an den Rand der Insolvenz getrieben, während die Superreichen nie da gewesene Profite davon tragen. Während Hunderte Millionen Menschen arbeitslos werden, während Hunger und Obdachlosigkeit weltweit sprunghaft zunehmen, verzeichnen Großkonzerne besonders im digitalen und pharmazeutischen Bereich Rekordgewinne. Die Börsen florieren. Allein zwischen April und Juli 2020, also in nur vier Monaten, wuchs der Reichtum der Milliardäre um 27,5% oder 10,2 Billionen US Dollar.“

Kommentar: Wie werden wir nach dem Pandemieszenario das Geschehen aufbereiten? Für mich wird jetzt schon klar, dass eine Pandemie in Zukunft, wenn sie den Kriterien einer wirklichen Pandemie einschließlich den Kriterien eines wirklichen Krankheitserreger- bzw. Virusnachweises nach den definierten Normen entspricht, nur dezentral praktisch und effektiv angegangen werden kann – in Verantwortung der Städte und Regionen im direkten Abgleich mit der Mortalitätsrate mit benachbarten Regionen und dem Gesamten, nicht irgendwelcher aus dubiösen Teststrategien abgeleiteten Infektionsannahmen mit unverhältnismäßigen Handlungsorgien im prophylaktischem Begründungsmodus zentral verordnet. Bei der Fülle an Kollateralschäden und finanzielle und politische Ausnutzung der Lage von bestimmtem Kreisen wird klar, dass jede weltzentralistische Ausrufung nur ein Empfehlungsmodus haben kann. Die Verantwortung kann nur bei jedem selbst in und mit seiner umgebenen Struktur im Diskurs in überschaubaren Räumen wahrgenommen werden …

5 „Besonders verheerend sind die wirtschaftlichen und humanitären Folgen der Lockdowns in weiten Teilen des globalen Südens. In vielen Ländern kam fast der gesamte informelle Sektor, in dem der Großteil der armen Bevölkerung arbeitet, quasi über Nacht zum Stillstand und drückte Hunderte Millionen in äußerste Armut, Hunger und Elend. Die UN schätzt derzeit, dass die Zahl der weltweit Hungernden allein durch die Corona-Maßnahmen um 83 bis 132 Millionen Menschen steigen wird. Das Hilfswerk Oxfam prognostizierte letzten Sommer, dass bis Ende 2020 täglich bis zu 12.000 Menschen allein aufgrund der Maßnahmen zusätzlich verhungern würden.“

6 „Wir wissen heute, dass die hypothetischen Modellrechnungen für Corona-Tote, auf deren Grundlage Regierungen vieler Länder Lockdowns und andere drastische Maßnahmen verordneten, maßlos übertrieben waren. Gleichzeitig melden ExpertInnen seit vielen Monaten Zweifel an der Festlegung von Infektionszahlen alleine durch PCR-Tests, der Wirksamkeit von Lockdowns, sozialer Distanzierung und Alltagsmasken und der Sicherheit der neuen Impfstoffe. Dennoch wurden bis heute kaum breit besetzte Expertengremien zugelassen, um die Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit der getroffenen Maßnahmen zu überprüfen.“

„Das Corona-Virus wurde von Medien und PolitikerInnen oft als ein beispielloses neues Phänomen dargestellt. Dennoch gilt wie bei jeder Krankheit auch hier: Die Maßnahmen zur Behandlung dürfen nicht mehr Schaden anrichten als die Krankheit selbst.“

7 „Angst war von Anfang an das Prinzip, dem Regierungen und Medien vieler Länder in der Beantwortung der Corona-Krise gefolgt sind. Anstatt für Besonnenheit und Aufklärung zu sorgen, wurde Angst vor Krankheit und Tod geschürt – teilweise in voller Absicht, wie z.B. einem internen Strategie-Papier der deutschen Regierung zu entnehmen ist, um bei der Bevölkerung „die gewünschte Schockwirkung zu erzielen“. Angst aber ist selten ein guter Ratgeber, wenn es um die Bewältigung von Krisen geht. Sie führt zu Polarisierung, stört die Kommunikation und erschwert die nüchterne Einordnung von Ereignissen. Aus Angst entstehen nicht selten Schutzmaßnahmen, die die Gefahr erst recht verstärken oder gar heraufbeschwören. Wir schrieben in unserem April-Brief: „Das gefährlichste und ansteckendste Virus ist das Virus der Angst.”“

8 „Die Covid-19-Maßnahmen führen zu tiefen gesellschaftlichen Spaltungen, und zwischen den verschiedenen Lagern scheint eine sinnvolle Verständigung kaum möglich zu sein. Einerseits versuchen Regierungen mit ausgedehnten Informationskampagnen und Restriktionen, die Ausbreitung des Virus zu bannen. Andererseits werden Tausende renommierte Ärzte, Wissenschaftler und Fachleute, die sich kritisch zum Umgang mit Covid-19 äußern, von Politikern ignoriert, von Massenmedien diffamiert und in den sozialen Medien zensiert.“

Kommentar: Stellvertretend für viele andere wirkliche Fachexperten sei hier Prof. Sucharit Bhakdi genannt …

9 „Milliarden von Menschen sollen einen neuartigen Impfstoff verabreicht bekommen, welcher innerhalb weniger Monate zugelassen wurde, während es normalerweise 5-10 Jahre dauert, die nötigen Studien und Testphasen zu absolvieren, um das Ausmaß an schädlichen Nebenwirkungen beurteilen zu können. Der Pharmakologe Prof. Stefan Hockertz warnt vor „Menschenexperimenten“. Bereits jetzt häufen sich Berichte von teils schwerwiegenden Nebenwirkungen aus verschiedenen Ländern. Dabei ist noch unklar, wie weit die Impfung die Infektionen tatsächlich eindämmen kann. Am 29. Dezember räumte die leitende Wissenschaftlerin der WHO, Dr. Soumya Swaminathan, ein: „Ich glaube nicht, dass wir Beweise für irgendeinen der Impfstoffe haben, um sicher sagen zu können, dass die Infektion von Menschen tatsächlich verhindert wird und davor schützt, dass diese sie weitergeben. Daher müssen wir davon ausgehen, dass Menschen, die geimpft wurden, auch weiterhin die gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen müssen.“

10 „Gleichzeitig wird darüber diskutiert, ob Nicht-Geimpfte in Zukunft noch öffentliche Transportmittel, Restaurants und Kulturbetriebe nutzen, Bildungseinrichtungen besuchen oder einen Arbeitsvertrag erhalten dürfen.“

„Die Covid-19-Maßnahmen werfen tiefe ethische und gesellschaftliche Fragen auf. In seinem Aufsatz „Die Krönung“ („The Coronation“) schreibt der Autor und Visionär Charles Eisenstein: „In was für einer Welt wollen wir leben? Wie viel vom Leben wollen wir auf dem Altar der Sicherheit opfern? Wollen wir zu unserer Sicherheit in einer Welt leben, wo sich Menschen nicht mehr versammeln? … Sind wir bereit, die allgemeine Medikalisierung des Lebens zu akzeptieren und die Bestimmungshoheit über unsere Körper medizinischen Autoritäten (die von politischen ernannt werden) zu überantworten? Wie sehr sind wir bereit, in Angst zu leben?“

Endspiel des globalen Kapitalismus

11 „Die Corona-Krise ist nur das Symptom einer viel tieferen zivilisatorischen Krise, deren Aspekte im letzten Jahr deutlicher denn je sichtbar wurden: Finanzkrise, wachsende soziale Ungleichheit, systemischer Rassismus und die Zuspitzung der ökologischen Krise sind nicht getrennte, sondern zusammenhängende Phänomene.“

12 „Das Finanzsystem befindet sich in einem radikalen Umbruch. Das bestehende Geldsystem wird seit dem Crash von 2008 von den Zentralbanken nur noch künstlich durch Geldspritzen am Leben gehalten. Die Zeichen mehren sich, dass Regierungen und Banken die Einführung eines völlig neuen, bargeldlosen Finanzsystems auf Blockchain-Basis vorbereiten, wodurch die wirtschaftlichen Aktivitäten Einzelner in neuen Ausmaßen kontrolliert oder sogar manipuliert werden könnte. Gleichzeitig bergen Krypto-Währungen auch das Potential für sozialen Ausgleich und nachhaltige Entwicklung, wenn sie auf ethischen Prinzipien basieren.“

„Immer deutlicher zeichnet sich ab: Der globale“ Turbo-„Kapitalismus kann und wird auf demokratischer Grundlage nicht mehr lange weitermachen. Es ist erschreckend, aber wenig überraschend: Ein auf exponentielles Wachstum getrimmtes System aufrechtzuerhalten, verlangt immer größere menschliche Ungerechtigkeiten und ökologische Vernichtung – und damit eine zunehmend totalitäre Gesellschaftsordnung. Die herrschenden Eliten wissen, dass ihnen massiver Widerstand bevorsteht und sie ihre Macht nur noch durch immer stärkeren Zwang aufrechterhalten können.“

13 „Ähnlich wie nach den Anschlägen des 11. September 2001 nutzen viele Regierungen und Konzerne in dieser Corona-Krise das Muster, welches Naomi Klein als „Schock-Doktrin“ beschrieb, um weitreichende politische und gesellschaftliche Veränderungen, die unter normalen Umständen unmöglich wären, in einer Atmosphäre von Panik und Katastrophenangst schnell durchzudrücken. Viele autoritäre Regierungen haben mit Verweis auf gesundheitliche Sicherheit demokratische Grundrechte eingeschränkt, die Überwachung ihrer BürgerInnen ausgeweitet und Oppositionelle verfolgt. Gleichzeitig haben Lockdown und Home Office die ohnehin schon riesige Macht von Tech-Konzernen weiter vergrößert und die Ausbreitung eines „Überwachungskapitalismus“ (Shoshana Zuboff) beschleunigt, in dem digitale Akteure das Verhalten der NutzerInnen – d.h. von uns allen – durch immer intelligentere Algorithmen überblicken und manipulieren.“

14 „Der Kampf um die globale Macht wird heute u.a. in einem Informationskrieg geführt, in dem die Medienorgane der verschiedenen Elite-Fraktionen (sowohl Mainstream- als auch alternative Medien) gegeneinander um die Vorherrschaft über unser Denken und Fühlen streiten. Indem sie falsche Gegensätze in die Gehirne pflanzen – wie etwa den von „Globalisierung“ oder „rückständigen Protektionismus“, „Gesundheit“ oder „Freiheit“, „VerschwörungstheoretikerInnen“ oder „selbstverantwortliche BürgerInnen“ – verlieren viele Menschen den Blick auf das System als Ganzes. Wir werden andauernd beschäftigt gehalten mit den Vergehen einzelner Persönlichkeiten, Parteien, Staaten und der scheinbar nötigen Wahl eines geringeren Übels.“

15 „Der Wettstreit um die Zukunft wird aber nicht zwischen diesen Gegensätzen, auch nicht zwischen China und USA, zwischen Neoliberalismus und Nationalismus oder ähnlichen Kategorien entschieden. Die Entscheidung über unser weiteres Zusammenleben liegt auf einer viel grundsätzlicheren Ebene kollidierender Paradigmen:“ Global-„Kapitalismus oder“ (Über) „Leben, zentralistische Imperien oder dezentrale in Selbstverantwortung handelnde“ Individuen „und Gemeinschaften,“ totalitäre Herrschaft oder Kooperationen und“ fairer Wettbewerb „, Angst oder (Ur)„Vertrauen – das sind die Entscheidungen, vor denen wir im unvermeidlichen Systemwechsel unserer Zeit stehen.“

Zeitenwechsel und das Ende der Angst

16 „Das weltweite Leiden, das sich in der aktuellen Krise immer weiter zuspitzt, ist nur das Symptom eines globalen Systems, welches den Grundprinzipien einer heilenden und friedlichen Existenz fundamental widerspricht. Innerhalb dieses Systems wird es keine lebenswerte Zukunft mehr geben. Die Corona-Krise, genauso wie Klima-, Hunger- und Flüchtlingskrisen, ruft nach der konkreten Vision für eine humane,“ dem Menschen zugewandte „Welt. Viele Bewegungen und Gemeinschaften weltweit arbeiten heute für diese Notwendigkeit. Im Projekt der Heilungsbiotope forschen wir in diesem Zusammenhang am Aufbau konkreter Gesellschaftsstrukturen, die Vertrauen, Heilung und Liebe unter Menschen dauerhaft ermöglichen und dadurch zu einer heilen Zukunft beitragen können.“

„Es sind innere Vorgänge, die über den Ausgang der äußeren Entwicklungen entscheiden. Angst war und ist“ die „Triebfeder, die Corona zu dieser globalen Krise gemacht hat. Aber die Angst, die durch Corona jetzt so überdeutlich an den Tag tritt, ist vom Virus nicht hervorgerufen, sondern nur an die Oberfläche gespült worden. In diesem Sinne könnte gerade die Corona-Krise ein Wachstumsbeschleuniger für den nötigen inneren Systemwechsel sein, denn fast alle stoßen in dieser Zeit an unbewusste Angstpunkte, die wahrgenommen und heilend aufgelöst werden wollen. Wenn wir die totalitären Szenarien, auf die das bestehende System hinausläuft, verhindern wollen, dann sind wir aufgefordert, das innere System der Angst zu verlassen und in ein höheres System des Vertrauens,“ und des Urvertrauens „einzutreten.“

Zum Phänomen der Angst schrieb Dieter Duhm in „Aufbruch zur neuen Kultur” (1982):

„Die biologische Kulturkrankheit unserer Zivilisation ist Angst… Die Angst wird meistens deshalb nicht bemerkt, weil aus ihr unsere moralischen Übereinkünfte, unsere kulturellen Konversationen, unsere Ideologien und Verhaltensformen gemacht sind. Angst ist »gebunden« in das System unserer alltäglichen Selbstverständlichkeiten. Sie ist das psychische Ferment unserer ganzen Kultur. Was es heißt, ohne Angst zu lieben, ist für die allermeisten nicht einmal mehr vorstellbar, weil die Verbindung dessen, was sie als »Liebe« bezeichnen, mit Verlustangst, Sexualangst, Autoritätsangst, Angst vor Ablehnung, vor dem Alleinsein und Angst vor Verrat so »selbstverständlich« ist, daß die Absurdität der Situation gar nicht mehr wahrgenommen wird. Wahrgenommen werden dann erst wieder die Folgen: Eifersucht, Krankheit, Depression und Zerbrechen der Beziehungen. Liebe ohne Angst ist auf jeden Fall das Gegenteil von dem, was in unserem Kulturkreis als Liebe bezeichnet wird.“

„Angst ist nicht nur ein persönliches Phänomen, sie ist das innere Fundament des“ Konglomerats eines Finanz-, Medien- und globalisierungsgetiebenen Turbo- „Kapitalismus“ im supranationalen Zentralismusmodus, „über Generationen hinweg systematisch eingraviert in die Seelen und Leiber von Milliarden Menschen. Es geschieht ja im konkreten Zusammenleben von Menschen, etwa in der Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen, zwischen Geliebten, zwischen Mensch und Natur usw., dass die Strukturen von Angst, Misstrauen und (latenter oder offener) Gewalt entstehen und meist unbewusst weitergegeben werden. Im Großen zeigen sie sich dann als unterdrückerische Systeme. Nach Jahrtausenden“ dem Menschen unterdrückenden Herrschaftsformen „steht die Menschheit unter dem Bann eines kollektiven Traumas, das die immer gleichen Muster von Angriff und Verteidigung, von Unterdrückung und Traumatisierung hervorruft, wenn wir der inneren Wunde nahekommen. Viele Gemeinschaften und utopische Bewegungen sind an der Macht des Traumas im eigenen Inneren gescheitert, besonders in den Bereichen von Sexualität, Liebe, Spiritualität und Macht. Um dennoch eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen, brauchen wir Lebensmodelle für die Heilung der kollektiven Wunde, in denen dauerhaftes, tiefes Vertrauen auch in den heißesten und heikelsten Zonen der Seele entstehen kann.“

17 „Verschiedene indigene und andere spirituelle Traditionen weisen seit langem auf einen Zeitenwechsel hin, der sich heute im Hintergrund der weltpolitischen Ereignisse und seelischen Vorgänge vollzieht: das Ende einer alten Epoche mit ihrer Denk- und Daseinsweise und der (mögliche) Beginn eines neuen Zeitalters mit einer anderen Art, zu denken, zu fühlen, zu lieben und mit der Welt in Beziehung zu stehen. Der toltekische Weisheitshüter Mindahi Bastida spricht davon, dass die Erde in dieser Transformation eine Zeit notwendiger Reinigung durchläuft, die mit Erdbeben, Bränden, Hurrikanen und Überschwemmungen einhergeht. Er sagt: „Wir begleiten Mutter Erde in ihrem Reinigungsvorgang mit viel Respekt – in Anerkennung, dass dies ihre Zeit ist. Wir beobachten alles, was jetzt passiert, mit großer Aufmerksamkeit. … Alle, die bereit sind,“ auf die eigene innere Stimme, „die Stimme der Erde“ und dem Ganzen „zu hören und sie mit Weisheit und Bescheidenheit anzunehmen, werden wissen, was zu tun ist und was sie in ihrem Leben verändern müssen. Wir alle haben die Chance, eine neue Bewusstseinsebene zu erklimmen, indem wir uns erneut für ein Leben mit der Erde“ und dem Ganzen „entscheiden.“

Kommentar: Die alten Verträge sind ausgelaufen, sagt man. Welche man hier meint, kann weiter ergründet werden. Die neuen Verträge müssen nun unterzeichnet werden. Nun kommt es darauf an, für was und als was wir unterzeichnen wollen, als freie selbstdenkende (souveräne) ihre Zukunft selbstkreierende Wesenheiten handelnd im Einklang mit dem Ganzen oder als technokratisches Vehikel eines künstlichen Elitesystems mit entseelten Leibern und reduziertem Geist.

18 „In ihrer Eingabe zum Ring der Kraft am 28. Dezember 2020 sagte Sabine Lichtenfels: „Wir leben in einer ganz speziellen Zeit, wo aus den Dunkelzonen der Seele alles hochgespült wird, was bereinigt und geheilt werden muss. Wenn wir dagegen ankämpfen und an alten Denkmustern festhalten, erleben wir viel Leid und Schmerz. Aber wenn wir erkennen und bejahen können, was jetzt losgelassen werden will, dann kann die innere Neugeburt geschehen. … Meine Wahrnehmung ist, dass eine hohe Liebesschwingung auf der Erde landen will. Es ist dafür entscheidend, dass wir zum Punkt der inneren Stille und Gegenwärtigkeit kommen, wo wir Zeuge dessen werden, was uns diese Liebeskraft offenbaren will.”

19 „Wir leben in einer Zeit großer Gefahr, aber auch großer Möglichkeiten. Es ist immer klarer zu sehen, auf was für ein unvorstellbar grausames Endspiel der“ rein profitorientierte Globalismus „hinausläuft. Wir kennen aber auch eine andere Wahrheit: „Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer mehr geben“ (Dieter Duhm). Jetzt, wo sich die Krise zuspitzt, kommt es darauf an, allen alten und neuen Formen der Unterdrückung gezielt und strategisch zivilen Ungehorsam, v.a. aber glaubwürdige Alternativen entgegenzusetzen. Bargeldlose Wirtschaft, steigende Überwachung und die ökologische Krise fordern uns heraus, lokale und regionale Solidarwirtschaften aufzubauen, in denen wir uns gegenseitig unterstützen und von zentralistischen Großsystemen unabhängig machen – und Forschungsplätze, die zeigen, wie solche dezentralen Gemeinschaften entwickelt werden und dauerhaft funktionierien können. In der Regeneration geschädigter Ökosysteme, Böden und Wasserkreisläufe liegt ein wichtiger Schlüssel für dezentrale Systeme, die sich mit gesundem Trinkwasser, biologischer Nahrung und“ neuer „Energie selbst versorgen können. Je mehr autonome Gemeinschaften entstehen, umso weniger Verfügungsmacht haben totalitäre Systeme über die Menschen.“

20 „Um den“ egomanischen Turbo- „Kapitalismus zu überwinden, brauchen wir darüber hinaus den weltweiten Zusammenhalt der verschiedensten Kulturen, Gemeinschaften, Bewegungen, Experimente und Projekte – und eine konkrete Zusammenarbeit für den Aufbau einer“ menschengemäßen friedvollen „Welt. Wir brauchen ethisch verantwortliche Medien, die die verschiedenen Stimmen einer wachsenden planetarischen Gemeinschaft des Friedens verbreiten“ und sich dem Streben nach Wahrheit und Wahrhaftigkeit verpflichtet fühlen. „Wir brauchen unzerbrechliche Solidarität und eine gemeinsame Verbindung“ mit uns selbst und mit dem Ganzen „mit der Kraft der Vision. Je stärker das Bild einer Welt des“ (Ur-) „Vertrauens und der Kooperation in den Herzen und Seelen leuchtet, umso kraftvoller kann der nötige Systemwechsel gelingen.“

[1] Sarah Wagenknecht, 25.03.2021, „Sahra Wagenknecht 6000 Intensiv Betten und 9000 Pflegekräfte sind 2020 Verschwunden.“, youtube, 1:30 in https://www.youtube.com/watch?v=LaLsPYHiE5o, 01.04.2021

Quelle: … siehe Blogbeitrag von tamera.org

1. Mai 2020
von Klaus
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Offener Brief an die Bundesregierung für unsere Freiheitsrechte

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Bundesministerinnen und Bundesminister,

die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Erkrankungen zerstören unseren Mittelstand und unsere Kleinunternehmen. Unzählige Unternehmer und Unternehmen stehen vor dem Aus und damit vor den Scherben ihrer wirtschaftlichen Existenz. Diese Unternehmer und Unternehmen stellen den Motor unserer Wirtschaft dar und erbringen, gemeinsam mit ihren Arbeitnehmern, einen großen Teil des Steueraufkommens. Diesen Unterbau zu vernichten, und nichts weniger geschieht im Moment, bedeutet auch, die Steuereinnahmen des Staates erheblich zu mindern und damit die Funktionsfähigkeit unserer Gesellschaft ins Wanken zu bringen. Die Zukunft unserer Kinder hängt von eben diesem Mittelstand und von einem stabilen Staatswesen ab …

Den vollständigen Text findest du hier, bitte nach unten scrollen, auf den Titel „Offener Brief an die Bundesregierung gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen“ klicken.

28. März 2020
von Anaim
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Aufruf für kreative Nachbarschaftsideen

zur Überwindung der „Sozialen Distanzierung“ und des wirtschaftlichen Bankrotts im eigenen Umfeld

Die größte Schwierigkeit besteht derzeit darin, dass wir nicht wissen wie lang wir „sozial distanziert“ leben müssen. Soziale Distanz beschneidet menschliche Grundbedürfnisse. Wir brauchen Kontakt, wir brauchen Beziehungen, das Gefühl eingebunden zu sein in eine Gemeinschaft. Ist der Zeitraum klar umrissen, können wir uns darauf einstellen.

Die aktuelle Tübinger Privataktion „Waldhäuser-Ost (WHO) pflanzt Zuversicht“ am 28./29.03. zeigt was möglich ist:

WAS können wir tun, um diese unruhigen Zeiten gemeinsam mit anderen gut zu bestehen? Zum Beispiel mal gemeinsam als Familie gärtnern, Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit eine Freude machen und dabei die lokalen Gärtnereien und Blumenläden in ihrem existentiellen Überleben unterstützen.

Ein herzliches Dankeschön an Familie Klink-König und Unterstützer*innen!

Bitte mail uns deine Idee/ eure Ideen, damit wir sie hier ebenfalls veröffentlichen können. Danke.

29. November 2019
von Anaim
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Ressource Boden – wovon wir leben!

Vortrag und Diskussion am 29.11.2019 um 19 Uhr in der Begegnungsstätte Hirsch

Das Bürgerprojekt Zukunft Tübingen hat zum Thema „Böden besser schützen – weniger Flächen verbrauchen“ den emeritierten Professor für Siedlungsökologie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen Prof. Dr. sc. agr. Willfried Nobel und den Biolandwirt Eckart Wizemann gewinnen können.

Täglich werden in Deutschland 50-60 ha Fläche versiegelt. Jeden 2. Tag verschwindet damit ein landwirtschaftlicher Betrieb. Kann das so weiter gehen? Warum ist es wichtig, dass wir gerade gute Böden besser schützen und den Flächenverbrauch stark reduzieren?
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17. Oktober 2019
von Anaim
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Plastikfreierer Stadtteil Waldhäuser Ost

Wir stellen Obst- und Gemüsenetze her … und schauen im Anschluss den Film Plastic Ocean

Ort: Stadtteiltreff WHO, Berliner Ring 20 72076 Tübingen
Zeit: Mi 23.10.2019, 14:30-17 Uhr Aktion und 17:30-19 Uhr Film

Als sich der australische Filmemacher Craig Leeson auf die Suche nach Blauwalen machte, fand er nicht nur unberührte Natur, sondern überall herumschwimmendes Plastik. Er war fassungslos und ging gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern und Aktivisten über 5 Jahre auf Expedition rund um die Erde, um den Zustand unserer Ozeane aufzuzeigen. Das Ergebnis sind eindrucksvolle Aufnahmen, welche die globalen Ausmaße der Plastikverschmutzung dokumentieren. Doch der Film von 2016 zeigt auch potentielle und funktionierende Lösungsansätze. „From knowing comes caring and from caring comes change“, Craig Leeson. Also „einfach jetzt machen“ und zum Obst- und Gemüsenetzherstellen kommen :o)

Leitung: Traudel Schmidt und Janice Lupas

5. Juli 2019
von Klaus
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Zukunftsfähige Stadtkonzepte

im Rahmen der Freiburger Hochschultage Nachhaltigkeit gab es am 5. Juli 2019 eine knackige Podiumsdiskussion

In Kurzvorträgen wurden die Konzepte Transition Town (Anaim Gräff, TT Tübingen), Postwachstumsstadt (Dr. Benedikt Schmid, Uni Freiburg) und Smart City (Dr. Philip Spät, Uni Freiburg) vorgestellt und anhand von Freiburg mit dem Leiter des Stadtplanungsamts (Roland Jerusalem) und anwesenden Bürger*innen diskutiert.

Das Technologien bei der nachhaltigen Transformation von Städten nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfen und den Menschen im Sinne einer gemeinwohlorientierten Stadt dienen sollten, war allen Beteiligten gleich klar.
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22. Juni 2019
von Klaus
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Die Streuobstsolawi wird zur Genossenschaft

was für starke Neuigkeiten…

Am 21.06.2019 haben wir die Kulturlandschafts- und Streuobst – SoLaWi eG i.G. ins Leben gerufen. Bis zur Eintragung tragen wir die Abkürzung eG i.G. (Genossenschaft in Gründung). Die Genossenschaft ist der neue Betrieb der Streuobst-Solawi und löst den Biolandhof Waldhausen als Träger für die Streuobst-Solawi ab.

Weitere Infos unter www.streuobst-solawi.de
Text Hermann Kley

21. März 2019
von Klaus
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Die Wilde Linde beginnt die Gartensaison

endlich ist es soweit…

Der Gemeinschaftsgarten „Wilde Linde“ ist ein neues soziales und ökologisches Projekt des Werkstadthauses. Der Garten entsteht seit Sommer 2015 am alten Wildermuth-Brunnen an der Lindenallee unterhalb der Bahngleise der Ammertalbahn. Bei uns können Kinder, Jugendliche und Erwachsene, interessierte Laien, passionierte Gärtner und Freiluftenthusiasten – mit drei Worten: alle, die wollen – gemeinsam mit uns lernen, wie man lokal Lebensmittel anbaut.

Wir treffen uns ab dem 22. März 2019 jeden Dienstag ab 15 Uhr und jeden Freitag ab 15:30 Uhr zum gemeinsamen Gärtnern auf dem Gelände.

Infos und einen ersten Kontakt erhaltet Ihr über Email: gemeinschaftsgarten(at)werkstadthaus.de

Text Werkstadthaus

11. April 2018
von Klaus
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SOLAWI Tübingen und Kaltblut Toni

…sind absofort ein Team

Diese Woche haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Pferd in Waldhausen gehackt. Es hat super gut funktioniert, trotz des harten Bodens. Wir wissen, einige von euch sind interessiert und wollen die Pferdeaktion mal aus nächster Nähe miterleben. Die nächsten Male – wenn Toni ackert – werden wir daher im SOLAWI-Wochenblatt ankündigen. Jede zweite Woche wird nun mit Toni gehackt und gehäufelt. Es ist einfach eine tolle und vor allem ökologische Art und Weise das Gemüse zu pflegen. Wir sind nach wie vor begeistert!

Auf den Bildern hacken wir Bundzwiebeln, Minispitzkohl und Radieschen.

Text Alex und Silvi

1. März 2018
von Klaus
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Fachtagung Kommunale Suffizienzstrategien für den Klimaschutz auf kurzen Wegen

im Mehrgenerationenhaus Frankfurt am 19. März 2018

In unseren Städten veranlassen überhastetes Leben, überlastete Straßen und feinverstaubte Luft zu einem engagierten Handeln. Doch die wohl kommende GroKo hat ihren ersten Konsens darin gesehen, die Klimaschutzziele aufzuweichen. Wie können trotzdem Konsum und Verkehr reduziert und gleichzeitig die Lebensqualität erhöht werden? Es sind die Kommunen, in denen neue Masterpläne mit Suffizienzstrategien entstehen und in denen engagierte Bürgerinnen und Bürger in Transition Town Initiativen deutschlandweit wegbereitende Projekte entwickeln.
Im Rahmen der Förderinitiative „Kurze Wege für den Klimaschutz“ möchten wir im Juni 2018 für ein Tübinger Projekt einen Förderantrag einreichen und werden deshalb dort vertreten sein.

hier gibt es weitere Informationen …

Text Klaus Gräff